Pädagogische Hochschule Thurgau

Die PHTG

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Folgende Impulse werden an der Tagung zweimal angeboten:

1. Sozial unsichere Jugendliche: Erscheinungsformen und Hilfen für die Praxis

Auf der Basis von Materialien aus Förderprogrammen der sozial-emotionalen Kompetenz (z.B. das Training mit Jugendlichen) werden konkrete Strategien für 13- bis 16-Jährige erarbeitet, die im Bereich des Schulunterrichts und in der Jugendhilfe einsetzbar sind. Die vorgestellte Arbeitsweise eignet sich für Jugendlichen-Gruppen und Schulklassen.

Leitung: Prof. Dr. Franz Petermann, Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation, Universität Bremen

 

2. Sozial unsichere Kinder: Erziehungsformen und Hilfen für die Praxis

Auf der Basis von Materialien aus Förderprogrammen der sozial-emotionalen Kompetenz und dem Training mit sozial unsicheren Kindern werden konkrete Strategien für sechs- bis zwölfjährige Schüler erarbeitet, die dazu beitragen, dass Schüler soziale Kompetenz entwickeln können.

Leitung: Prof. Dr. Ulrike Petermann, Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation, Universität Bremen

 

3. Schüler mit Asperger Syndrom und Atypischem Autismus – Erschwernisse und Bereicherungen im Schulalltag

Kinder mit Asperger Syndrom und Atypischem Autismus sind kein neues Phänomen an unseren Schulen. Wir haben aber gelernt, sie besser zu erkennen, wissen mehr über ihre Art, wie sie denken und wahrnehmen, wollen ihnen ein möglichst gutes Lernumfeld bieten.

Besprochen werden Besonderheiten dieser Kinder, Verhaltensweisen, die für sie charakteristisch sind und wie wir uns auf sie einstellen können.

Leitung: Dr. med. Maria Asperger Felder, Kinder und Jugendpsychiatrie-Psychotherapie FMH, Zürich

 

4. «Normal – auffällig – gestört» – Sprache im diagnostischen Fokus

«Sprache ist menschlich, daher unvollkommen!» …aber wer bestimmt die Grenze zwischen Unvollkommenheit und Auffälligkeit?

Anhand eines Videofallbeispieles werden Kategorien von Sprachauffälligkeiten erarbeitet und zu altersentsprechenden Abweichungen der Regelsprache abgegrenzt.

Die Rolle und Möglichkeiten von Lehrpersonen bei der (Früh-)Erkennung von Sprachauffälligkeiten werden aufgezeigt. Ein besonderes Augenmerk wird auf Kinder mit Sprechhemmung, Sprechangst und Mutismus gelegt.

Leitung: Wolfgang G. Braun, Dozent Hochschule für Heilpädagogik HfH Zürich, Leitung Logopädischer Dienst Mittelrheintal

 

5. Schüchterne Mädchen – doppelt benachteiligt?

Schüchternheit kann sich zu einem eigentlichen Problem in und mit der Schule auswirken. So leiden schüchterne Kinder sehr oft in und an der Schule und werden fälschlicherweise in ihren Kompetenzen zu tief bewertet. Diese Bewertung betrifft die beiden Geschlechter allerdings nicht in gleichem Ausmass und nicht in gleicher Hinsicht.

Im Workshop werden deshalb insbesondere Geschlechtsunterschiede im Zusammenhang mit Schüchternheit in der Schule thematisiert und gefragt, inwiefern sich schüchterne Mädchen von schüchternen Jungen unterscheiden. Es werden Lösungsansätze diskutiert, die dazu beitragen sollen, dass die Gruppe der stillen, schüchternen Mädchen nicht doppelt benachteiligt wird.

Leitung: Esther Brunner, lic. phil., Dozentin Fachbereiche Mathematik und Pädagogik, PHTG

 

6. Kinder und Jugendliche mit Depressionen – das stille Leiden!

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen bleiben häufig unbemerkt. Neben dem Wissen um die konstitutionellen Hintergründe und Ursachen werden die speziellen Anforderungen der Beziehungsgestaltung diskutiert und Hilfestellung im pädagogischen Handeln vermittelt.

Leitung: Dr. med. Bruno Rhiner, Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst Thurgau

 

7. Verträumt – langsam – unsicher – unkonzentriert: Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom oder?

Sie beobachten Kinder in Schul- oder Kindergartenalltag, die langsam, unsicher, verträumt und unsicher sind: Was kann sich dahinter verbergen? Wie kommen wir Mediziner zur Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom-Diagnose? Welche Behandlungsstrategien im Schulalltag und zuhause sind erfolgversprechend? Welches ist die Bedeutung der medizinisch-therapeutischen Massnahmen?

Der Impuls-Workshop ist interaktiv aufgebaut.

Leitung: Dr. med. Markus Weissert, Neuropädiater, St. Gallen

 

8. Kinder mit Angststörungen in der Schule: Erkennen und Fördern

Manche Kinder haben Angst vor der Schule und zeigen deshalb nicht, was sie können, bis hin zur völligen Weigerung, die Schule zu besuchen. Anderen Kindern gelingt es nicht, ohne ihre Eltern ein ausreichendes Sicherheitsgefühl zu entwickeln und den Alltag in Schule und Alltag selbständig zu bewältigen. Manche Kinder machen sich übermässig viele Sorgen und haben den Kopf nicht frei für schulisches und soziales Lernen. Wieder andere Kinder verändern sich nach einem einschneidenden Ereignis und wirken plötzlich schreckhaft und unsicher. Angststörungen bilden die häufigste Gruppe psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Unbehandelt können sie einen wenig günstigen Verlauf nehmen und in chronifizierte Beeinträchtigungen übergehen, die sich in vielen Lebensbereichen auswirken. Frühe Hilfe ist für Kinder mit Angststörungen deshalb sehr wichtig. Wie können Lehrer solche Kinder erkennen, in der Schule unterstützen und wenn nötig einer Behandlung zuführen? Im Workshop werden Formen von Angststörungen bei Kindern und Strategien zur Angstbewältigung erarbeitet.

Leitung: Dr. phil. Marina Zulauf Logoz, Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich

 

Vortrag: Auffällig unauffällige Kinder