Pädagogische Hochschule Thurgau

Die PHTG

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Lerndiagnostik und Lernförderung

Lerndiagnostik und Lernförderung als Kernauftrag von Lehrpersonen

Thementagung des Amtes für Volksschule (AV) und der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG)

Die Tagung hat am Mittwoch, 19. Januar 2011, auf dem Campus Bildung Kreuzlingen stattgefunden.

Vertiefende Inhalte

Weitere Informationen, vertiefende Inhalte, Scripts und Abstracts zu den Workshops – sowie eine Auflistung von Weiterbildungsangeboten der PHTG finden sie hier: Vertiefende Inhalte

Zum Thema

Kinder und Jugendliche sollen in der Schule viel lernen und das unter den bestmöglichen Bedingungen. Dabei nimmt die individuelle Förderung eine wichtige Rolle ein und wird im Lehrplan explizit eingefordert. Der Berufsauftrag für Lehrpersonen der Volksschule des Kantons Thurgau hält fest, dass die unterschiedlichen Lernvermögen der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt und dass die Eltern im Rahmen einer ganzheitlichen Beurteilung über den Leistungsstand ihrer Kinder informiert werden sollen.

Die Lehrerschaft empfindet diesen Auftrag als sinnvoll, bezogen auf die Heterogenität der Klassen aber auch als sehr anspruchsvoll. Letzteres haben Untersuchungen zu Arbeitsbedingungen, Belastungen und Ressourcen der Lehrpersonen der Volksschule im Kanton Thurgau sowie Untersuchungen bei Berufseinsteigenden mehrfach gezeigt.

Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist mit einem leistungsdifferenzierenden Unterricht nicht gewährleistet. Es ist eine Binsenwahrheit, dass man etwas über die Fähigkeiten einzelner Schülerinnen und Schüler, ihre Entwicklung, ihre Stärken und Schwächen wissen muss, damit sie gezielt gefördert werden können.

Die Ergebnisse der Zürcher Längsschnittstudie zur Erhebung von Lernfortschritten von Kindern vom Schuleintritt bis Ende 3. Klasse lassen vermuten, dass ein leistungsdifferenzierender Unterricht ohne solide diagnostische Basis nicht die erhofften Lernfortschritte bewirkt.

Die Abklärung des Lernstandes sowie die Festlegung der Anforderungen bilden somit eine Kernaufgabe der Lehrperson, wenn Kinder und Jugendliche in der Schule optimal lernen sollen.

Inputreferate

Entwicklung der schulischen Leistung

PD Dr. Urs Moser, Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich,  wird über die Ergebnisse einer im Kanton Zürich laufenden Längsschnittstudie berichten, in deren Rahmen bei einigen tausend Schülerinnen und Schülern die Entwicklung der schulischen Leistungen über die ganze Volksschulzeit untersucht wird.

Fördern heisst diagnostizieren

Prof. Marco Bachmann, Leiter Berufseinführung an der Pädagogischen Hochschule Thurgau und Dozent im Fachbereich Deutsch, wird in seinem Referat auf die Bedeutung der Lerndiagnostik als Voraussetzung für eine gezielte individuelle Förderung eingehen. 

Workshops

18 unterschiedliche Angebote

Im Rahmen eines vielfältigen Workshop-Angebots wurde weiteres Wissen aus Forschung und Praxis vermittelt und die Frage diskutiert, wie Kinder und Jugendliche in der Schule bestmöglich gefördert werden können.