Forschung - ganz praktisch
Die Forschung an der PHTG befasst sich mit dem Berufsfeld Bildung, Schule und Unterricht. Auch im Bildungswesen wird Forschung von Praktikerinnen und Praktikern als ein ausgesprochen theoretisches Unterfangen und zugleich im Gegensatz zur Praxis verstanden. Dabei gibt es doch «nichts Praktischeres als eine gute Theorie» (Kurt Lewin)! Studierende des Lehrberufs erwarten von ihrer Ausbildung oftmals möglichst einfach anzuwendende Rezepte - also vereinfachte Theorien.
Theorie und Praxis stellen keine Gegensätze dar; diese Meinung beruht auf einem Missverständnis. Denn Forscherinnen und Forscher leiten theoretische Annahmen nicht einfach aus dem Nichts sondern aus Beobachtungen der Realität ab und überprüfen deren Gültigkeit auch in der Praxis (Empirie). In gleicher Weise wird das professionelle Handeln von Praktikerinnen und Praktikern durch ihre (impliziten oder expliziten) Theorien geleitet. Praxis ist also nie theorielos. Praktikerinnen und Praktiker reflektieren zwar ihr Handeln, aber der Wahrheitsgehalt ihrer Theorien wird nicht systematisch überprüft.
Schulentwicklungsprojekte gründen zumindest auf impliziten theoretischen Annahmen, dass eine bestimmte Art der praktischen Umsetzung zu ganz bestimmten Ergebnissen führt - allenfalls zu anderen Ergebnissen als der herkömmliche Unterricht. Um zu evaluieren oder zu überprüfen, ob ein bestimmtes Projekt die angestrebten Ziele oder Ergebnisse tatsächlich erreicht, könnte die Forschungsabteilung der PHTG zugezogen werden. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

