Projekt releFant

releFant: Wie relevant ist Fantasiespiel für die kindliche soziale Entwicklung?

(The Impact of Social Pretend Play Tutoring on Preschool Children’s Social Development)

Projektbeschrieb

Soziales Fantasiespiel ist eine natürliche Aktivität von Kindern. Zwischen drei und sechs Jahren, mit fortschreitender sozialer und kognitiver Entwicklung, nimmt die Qualität des Fantasiespiels zu. Im Fantasiespiel (pretend play) üben Kinder ihre Symbolisierungsfähigkeit und sozio-emotionalen Kompetenzen durch die Übernahme von Rollen und verschiedener Perspektiven. Obwohl es gut belegte Zusammenhänge zwischen der kindlichen sozio-emotionalen Entwicklung und der Komplexität seines Fantasiespiels gibt, ist bis heute nicht ausreichend erforscht, welche Mechanismen diesem Zusammenhang zu Grunde liegen. Dies hat insbesondere damit zu tun, dass die bisherigen Studien viele methodische Defizite haben; insbesondere fehlen experimentelle Längsschnittstudien, welche explizit die zugrunde liegenden Wirkmechanismen untersuchen.

Mittels einer kontrollierten Interventionsstudie in 32 Spielgruppen untersucht das SNF-Projekt, ob durch eine aktive Spielbegleitung die Fantasiespielqualität von Vorschulkindern, sowie deren sozial-kognitive und sozial-emotionale Fertigkeiten und die Peerbeziehungen gefördert werden können. In weiteren Schritten wird analysiert wie sich eine Verbesserung der Fantasiespielqualität auf die Entwicklung der sozialen Kompetenzen und auf Peerbeziehungen auswirkt und welche Veränderungsmechanismen diese Effekte erklären können.

Bearbeitung

Gesuchstellende:
Prof. Dr. Sonja Perren
Dr. Fabio Sticca (Universität Zürich)


Projektmitarbeitende:
Carine Burkhardt Bossi (Leitung des Interventionsteams), Barbara Weiss (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Ann-Kathrin Jaggy (Doktorandin), Isabelle Kalkusch (Doktorandin), Julia Reckziegel (Technische Mitarbeiterin) sowie zahlreiche Studierende des Masterstudiengangs Frühe Kindheit

Finanzierung

SNF (Schweiz. Nationalfonds)

Laufzeit

04/2017-04/2020