Organisationsformen von Freiwilligenarbeit im Schnittfeld von Professionalität und Engagement am Beispiel des Projekts Komturei Tobel

Organisationsformen von Freiwilligenarbeit im Schnittfeld von Professionalität und Engagement am Beispiel des Projekts Komturei Tobel

Projektbeschrieb

Das auf 24 Monate angelegte Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Organisationsformen von Freiwilligenarbeit, speziell mit ihren Bedingungen im Schnittfeld von Professionalität und Engagement. Im Mittelpunkt steht dabei eine Initiative zur Wiederbelebung der ehemaligen Komturei Tobel im Kanton Thurgau, das Projekt Komturei Tobel - Wo Generationen sich finden. Dabei geht es im Kern um die Errichtung eines Internats und einer Time-out-Schule für Jugendliche sowie die Schaffung von Wohnmöglich­keiten und dazugehörigen Service- und Betreuungsangeboten für Senio­rinnen und Senioren. Formen der Freiwilligenarbeit sind dabei u. a. im Rahmen des intergenerationellen Austauschs, der Reintegration Jugend­licher in den Arbeitsmarkt sowie im Hinblick auf die Vernetzung mit loka­len Unternehmen, Eltern und anderen beteiligten Adressen (Künstler, Be­hörden, Stiftungen) vorgesehen.

Ziel der geplanten Forschung ist es, das Projekt Komturei Tobel während seiner Realisierungsphase mittels einer qualitativ-explorativen Studie zu begleiten und dabei die konkrete Verknüpfung von Gelegenheitsstruktu­ren und Motivationen im Hinblick auf die Freiwilligenarbeit zu untersu­chen. Von Interesse ist dabei, wie es gelingt, organisatorische Rahmen­bedingungen und individuelle Sinnbezüge und Integrationsbedürfnisse aufeinander abzustimmen. Zu erwarten ist, dass sich dabei ambivalente Beziehungen zwischen Professionalität und Engagement bzw. formellen und informellen Arbeits- und Organisationsformen ergeben.

Die anhand der Forschungsarbeit erzielten Ergebnisse dienen dazu, Wis­sen über die Rahmenbedingungen und das Potenzial von Freiwilligen­arbeit im ländlichen Raum des Kantons Thurgau zu gewinnen. Die Analyse erfolgt anhand der Methodik der ethnografischen Semantik. Eingesetzt werden folgende Erhebungsinstrumente: teilnehmende Beobachtung, verschiedene Interviewformen sowie die Dokumentenanalyse. Für die Generalisierung werden Vergleichsfälle aus der bisherigen Forschung herangezogen.

Bearbeitung

Achim Brosziewski (Projektleitung)
Susanne Brüggen
Kathrin Keller

Finanzierung

Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG)

Laufzeit

03/2007 - 02/2009