MaBeLL-Mathematisches Begründen lehren und lernen

MaBeLL - Mathematisches Begründen lehren und lernen

Teilstudie Lehrmittelanalyse (MaBeLL-LA)

Projektbeschrieb

Im Rahmen des Projektes «Mathematisches Begründen Lehren und Lernen» (MaBeLL) der Professur Mathematikdidaktik der PHTG wird in einer ersten Pilotstudie (MaBeLL-LA) das Lehrmittelangebot bezüglich Argumentations-, Begründungs- und Beweisaufgaben analysiert. Dazu werden die im Kanton Thurgau obligatorisch zu verwendenden Mathematiklehrmittel für die Klassen 5 und 8 ausgewertet. Es interessieren insbesondere folgende Fragestellungen:

  • Wie gross ist der Anteil systematischer Lerngelegenheiten in Form von Aufgaben zum Argumentieren, Begründen und Beweisen im Mathematikunterricht im entsprechenden Lehrmittel?
  • Wie lässt sich das Lehrmittel- bzw. Aufgabenangebot zum Argumentieren, Begründen und Beweisen im Mathematikunterricht für die einzelnen Lehrmittel weiter beschreiben? (z.B.: Auf welche Inhalte bezieht sich das Angebot? Welche Qualität weisen die Aufgabenstellungen auf? Wie komplex sind die Aufgaben? Wie wird das Potenzial bezüglich kognitiver Aktivierung eingeschätzt? usw.)

Die Erkenntnisse aus der Lehrmittelanalyse sollen in einem weiteren Schritt dazu verwendet werden, um mindestens je eine exemplarische Lernumgebung zum mathematischen Begründen im fünften und im achten Schuljahr zu entwickeln, zu erproben und vollständig zu dokumentieren.

Ländervergleichende Studie (MaBeLL-Iv)

Projektbeschrieb

Die Lehrmittelanalyse ist in einem weiteren Schritt auch als ländervergleichende Studie in Zusammenarbeit mit Jun.-Prof. Dr. C. Drüke-Noe von der PH Weingarten geplant. Dieser Studie, die für Deutschland am Beispiel des Bundeslandes Baden-Württemberg durchgeführt wird, liegen im ersten Schritt dieselben Fragestellungen zugrunde. Im zweiten Schritt interessieren im Ländervergleich besonders die folgenden Forschungsfragen:

  • Welche Länderspezifika zeigen sich hinsichtlich der Aufgaben zum Argumentieren, Begründen und Beweisen?
  • Welche Erklärungsansätze für Länderspezifika lassen sich identifizieren?

Die Erkenntnisse aus dem Ländervergleich können genutzt werden, um zu prüfen, inwieweit die Entwicklung (und Umsetzung) einer Lernumgebung zum mathematischen Begründen adaptiv auf länderspezifische Erfordernisse ausgerichtet werden muss.

Bearbeitung

Esther Brunner (Projektleitung)
Romaine Jullier
Jonas Lampart

Kooperationspartner

Jun.-Prof. Dr. Christina Drüke-Noe, PH Weingarten (ländervergleichende Studie)

Finanzierung

Eigenmittel der PHTG
Projektgebundene Gelder des Bundes: Nachwuchsförderung

Laufzeit

11/2016-12/2017