Pädagogische Hochschule Thurgau

Forschung

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KosH – Kooperation im Kontext schulischer Heterogenität

Mit der Studie „KosH - Kooperation im Kontext schulischer Heterogenität“ wird eine der grossen Herausforderungen heutiger Schulen und Lehrpersonen in den Blick genommen: der Umgang mit den unterschiedlichen kognitiven und sozial-emotionalen Voraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Ein gängiger Weg zur Bewältigung der oft beträchtlichen Unterschiede zwischen den Kindern einer Klasse ist der Einsatz von Fachpersonen für Sonderpädagogik. Diese Massnahme findet weite Verbreitung und deren Auswirkungen für Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Bedarf wurden in früheren Studien untersucht. Die wenigen Untersuchungen, die Aussagen über Praktiken von Regellehrpersonen und Fachpersonen für Sonderpädagogik erlauben, weisen auf Unterschiede zwischen theoriebasiert normativen Idealen und der beobachtbaren Praxis.

Mit der über drei Jahre laufenden, auf der Primarstufe angesiedelten Längsschnittstudie KosH werden Fragen zu Rollenauffassungen und Handeln von Klassenlehrpersonen und Fachpersonen für Sonderpädagogik sowie die Rahmenbedingungen ihres Handelns untersucht. Im Fokus stehen Prozesse der Diagnose, Förderung, Kooperation und Beratung im Feld der integrativen Schulung. Letztendlich soll die Studie zur Klärung und Optimierung beitragen.

Die Fragen werden im Längsschnitt mit zwei Gruppen zu je zwei Erhebungszeitpunkten untersucht. An der Untersuchung beteiligt sind sogenannte „Förderteams“, die sich aus Fachpersonen für Sonderpädagogik und den Lehrpersonen zusammensetzen, welche mit diesen zusammenarbeiten. Es beteiligen sich somit jeweils mehrere Personen pro Schule. Idealerweise ist die Teilnahme am Projekt in den Entwicklungsplan der Schulen eingebunden und es ist das gesamte Team involviert. Die Datenerhebungen umfassen Interviews, Onlinejournale und schriftliche Befragungen. Videoaufnahmen prototypischer Kooperations- und Förderanlässe ermöglichen ausserdem vertiefende Analysen authentischer Aktivitäten.

Die Erhebungen mit der ersten Gruppe starteten erfolgreich im September 2011. Jene mit der zweiten Gruppe beginnen im September 2012, ein Jahr später, und erfolgen ansonsten identisch. Die beteiligten Förderteams haben im Anschluss an die erste Projektphase die Möglichkeit, kostenlos bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote zu nutzen.

Erste Ergebnisse aus der Studie sind ab Frühjahr 2012 zu erwarten.

Für die Teilnahme in der zweiten Gruppe mit Start im Spätsommer 2012 gibt es noch einige freie Plätze.

 

An einer Teilnahme interessierte Schulleiterinnen und Schulleiter, Fachleute für schulische Heilpädagogik sowie Lehrpersonen finden hier nähere Informationen:

Laufzeit:

April 2011 bis März 2014

  

Bearbeitung:

Annelies Kreis (Projektleitung), Jeannette Wick, Carmen Kosorok Labhart

 

Kooperationspartner:

Amt für Volksschule Thurgau; Jun.-Prof. Kathrin Fussangel, Universität zu Köln; Katja Stalder Kaiser (PHTG, Prorektorat Lehre); Gaudenz Lügstenmann (PHTG, Prorektorat Weiterbildung)

  

Finanzierung:

Die Studie wird vom SNF (Projekt-Nr. 13DPD3_134863) sowie vom Amt für Volksschule Thurgau finanziert.

 

Kontakt/Information
PHTG:
Annelies Kreis
Tel. 071 678 56 41
annelies.kreis@phtg.ch

 

Amt für Volksschule:
Yvonne Kesseli
Tel. 052 724 27 67
yvonne.kesseli@tg.ch