29.06.17 Dialogue en Route - Ein neues Angebot für Schulen

29.06.17 Dialogue en Route - Ein neues Angebot für Schulen

Dialogue en Route

«Dialogue en Route» ist ein neues Projekt zum interreligiösen Dialog. Kooperationspartner ist unter anderem die Pädagogische Hochschule Thurgau. Es richtet sich an Schulen und interessierte Gruppen. Ziel des Projekts ist es, anderen Religionen und Weltanschauungen begegnen zu können und damit zum friedlichen Zusammenleben beizutragen.

Veranstaltungen in Kreuzlingen und in der Kartause Ittingen

Junge Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit vermitteln Schulklassen sowie einem breiten Publikum Schweizer Kulturgeschichte und diskutieren aktuellste Fragen des Zusammenlebens. Bedeutend religiöse Stätten und Kulturorten wie der Stiftsbezirk St.Gallen, die Kartause Ittingen, die albanische Moschee Kreuzlingen, die Synagoge der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich und viele mehr werden zu Orten des Dialogs. Ab Juli 2017 können Schulklassen, Gruppen und Privatpersonen Angebote auf der interaktiven Karte auf www.en-route.ch buchen.
«Menschen anderer Kulturen und Religionen faszinieren mich. Dieser Faszination folge ich auch in meinem Studium. Meine Vision ist es, dass wir Menschen alle einen respektvollen Umgang miteinander pflegen, ohne dass dabei Herkunft, Ethnie, Nation, Sprache, Kultur, Tradition, Religion eine Rolle spielen.» (Alice, 24)
Zur Eröffnung besuchen die «Guides» mit jüdischem, christlichem, muslimischem, hinduistischem, buddhistischem und nichtreligiösem Hintergrund per Velo die ersten Stationen und Routen des Projekts in der Region Ostschweiz und Zürich. Bei Tempel- und Moscheeführungen, Tanzworkshops und interreligiösen Gebeten eröffnen sie zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern die Stationen und Routen des Projekts.
Lanciert wurde «Dialogue en Route» von der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz IRAS COTIS. Gemeinsam getragen wird das Projekt von der Schweizerischen Bischofskonferenz SBK, dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK, der Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz FIDS und dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund SIG. Das Projekt steht unter dem Patronat der Schweizerischen UNESCO-Kommission und ist Teil des Integrationsdialogs der Tripartiten Agglomerationskonferenz TAK. An der Realisation sind die Universitäten Bern, Lausanne und Luzern sowie diverse pädagogische Hochschulen beteiligt. Von der Pädagogischen Hochschule Thurgau arbeitet Judith Borer, Dozentin Religion am Projekt mit. Finanziert wird das Angebot durch kantonale Lotteriefonds, den Integrationskredit des Bundes, die Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB, die Stiftung Mercator Schweiz, die Ernst Göhner Stiftung, die Paul Schiller Stiftung, Zürich und viel Eigenleistung der beteiligten Akteure.

Text: Judith Borer, Dozentin Religion