28.11.17 Was braucht es, damit frühe Förderung gelingt?

28.11.17 Was braucht es, damit frühe Förderung gelingt?

Am Herbstmeeting des Kompetenznetzwerks Frühe Kindheit, das vom Amt für Gesellschaft und Integration der Stadt Frauenfeld in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Thurgau und der Uni Konstanz im Casino durchgeführt wurde, standen die sogenannten «Gelingensfaktoren» für die frühe Förderung im Zentrum.

Im Anschluss an die Begrüssung durch Vizestadtpräsidentin Christa Thorner wurden den über 60 Vertretern von Partnern des Kompetenznetzwerks sowie von Städten und Gemeinden insgesamt acht Projekte vorgestellt. Dabei wurden Anregungen geliefert zu Fragen wie «Wie können Fachpersonen (beispielsweise Hebammen) Eltern mit Säuglingen für die frühe Förderung sensibilisieren und mit niederschwelligen Angeboten unterstützen?» oder «Wie können Familien mit Migrationshintergrund für die frühe Förderung motiviert werden und wie müssen Angebote gestaltet sein, damit Integration und Bildung von Kindern und Eltern gelingt?».

Die präsentierten Best-Practice-Projekte wurden unter weiteren Gesichtspunkten in Arbeitsgruppen vertieft diskutiert. Auch fand ein Austausch statt, wie bei der Umsetzung von Projekten die beabsichtigten Wirkungen erzielt und überprüft oder die Qualität der Angebote gewährleistet werden kann. Wie das Herbstmeeting zeigte, liefert die Forschung wichtige Erkenntnisse für die Praxis; für die gelingende Umsetzung von Projekten der Frühen Förderung ist jedoch auch politisches und gesellschaftliches Engagement unabdingbar.

Die Pädagogische Hochschule Thurgau und die Universität Konstanz bilden mit weiteren spezialisierten Institutionen und Organisationen ein Kompetenznetzwerk Frühe Kindheit und bauen Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis.

Text: Prof. Dr. Sonja Perren, Brückenprofessorin Entwicklung und Bildung in der Frühen Kindheit