Eine Gymnasiallehrerin erzählt

Eine Gymnasiallehrerin erzählt

Laura Antonov
Studiengang Sekundarstufe II, Absolventin 2017

Was hat Sie dazu motiviert die Laufbahn als Lehrer/in einzuschlagen?
Der Lehrerberuf hat mich seit meiner Kindheit fasziniert. Meine Mutter ist Geografie Lehrerin und ich musste als Kind hin und wieder in ihrem Unterricht verbringen, was mich sehr geprägt hat. Ich fand es spannend, wie sie den Lernstoff auf eine spielerische Weise vermittelt hat, sodass alle Schülerinnen und Schüler involviert waren und ihr sehr interessiert zugehört haben. Nach meinem Germanistikstudium suchte ich nach einer Möglichkeit, mein erworbenes Wissen einsetzen sowie meine Faszination für deutsche Sprache und Literatur vermitteln zu können. Dieser Wunsch brachte mich dann in den pädagogischen Bereich. Seit fünf Jahren arbeite ich als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache und zur Erweiterung meiner Ausbildung habe ich mich entschieden, an der PHTG zu studieren.

Warum haben Sie sich für die Sekundarstufe II entschieden?
Ich wollte schon immer auf der Sekundarstufe II unterrichten, weil ich gerne mit Jugendlichen arbeite. Junge Leute haben einen ganz "frischen" Blick auf die Welt. Sie sind meistens noch frei von Vorurteilen und sind vorbehaltlos begeisterungsfähig und interessiert an Neuem. Als Lehrperson sehe ich meine Aufgabe darin, die Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, ihre offene Einstellung zu behalten sowie ihre eigene Meinung zu bilden und Sachverhalte zu hinterfragen.

Was möchten Sie an der PHTG besonders hervorheben?
Das Studium an der PHTG ist sehr praxisorientiert und ich konnte das in den Seminaren erworbene Wissen während beider Schulpraktika gut einsetzen. Ausserdem bietet die PHTG die Möglichkeit, den Stundenplan selbst zu gestalten, sodass ich meine Arbeit mit dem Studium sehr gut verbinden konnte. Die Gruppen in den Seminaren sind überschaubar, sodass man immer den Kontakt zu den Dozierenden hat, die immer Zeit für ihre Studierenden finden.

Fühlten Sie sich optimal auf die Herausforderungen Ihres Berufs vorbereitet?
Ich habe sehr unterschiedliche Eindrücke von meinen beiden Praktika. Einerseits konnte ich mich als Lehrperson entfalten und das Gelernte in die Praxis umsetzen, andererseits war ich mit Situationen konfrontiert, auf die man sich während dem Studium nicht vorbereiten kann. Jeder Unterricht ist anders und man kann sich nicht zu 100% sicher sein, was auf einen zukommt, weil man immer mit verschiedenen Schülerinnen und Schülern zu tun hat. Im Lehrerberuf muss man viel Flexibilität und Improvisationstalent mitbringen. Vieles kann man nicht im Studium lernen, sondern nur durch praktische Erfahrungen. Dank meinen beiden Praktika habe ich gelernt, wie man mit bestimmten Situationen umgeht. Wer sich für einen Lehrerberuf entscheidet, muss auf einen nie endenden Lernprozess gefasst sein.

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