Austauschsemester in China

Austauschsemester in China

Simon Schmon hat während dem Bachelor-Studium zum Primarlehrer ein Austauschsemester in China an der Capital Normal University in Peking absolviert. Von einer der besten Erfahrungen seines Lebens erzählt er uns im Interview.

Herr Schmon, wieso haben Sie sich entschieden, ein Austauschsemester zu absolvieren?
Ich hatte schon immer den Wunsch, einmal für eine längere Zeit im Ausland zu leben. Diese Chance wollte ich nutzen, da ich möglicherweise nicht mehr so schnell die Möglichkeit habe, für eine längere Zeit und ohne allzu hohe Kosten in einem völlig fremden Land dessen Kultur und Leute kennenzulernen.

Wie sind Sie bei der Auswahl des Landes vorgegangen?
Ich wollte in ein Land reisen, welches sich möglichst stark von unserer Kultur und dem mir bisher Bekannten unterscheidet. Aus diesem Grund habe ich mich für China entschieden.

Wie lief der Bewerbungsprozess ab?
Von unserem Studiengang war ich der einzige Student, welcher sich mit erster Priorität für Peking entschieden hat. Somit hatte ich es recht einfach, einen der zwei dort verfügbaren Plätze zu bekommen. In meinem Jahrgang gehörten Belfast und Kopenhagen zu den Favoriten bei den Studierenden. Für die Bewerbung musste man in der entsprechenden Zielsprache ein PH-internes Motivationsschreiben verfassen. In meinem Fall war dies Englisch, da die Module an der Capital Normal University in Peking auch auf Englisch gehalten wurden. Als zweite Priorität habe ich die Partnerhochschule in Haifa (Israel) angegeben.

Wie verlief die Auswahl der Kurse/Module, die Sie an der Gasthochschule belegt haben?
Ich war froh über die Unterstützung von Frau Jaritz, die an der PHTG für die Austauschsemester zuständig ist, und die Kursbeschreibungen der ehemaligen Studierenden. Damit wusste ich in etwa, was in den jeweiligen Kursen auf mich zukommen würde. Gemeinsam mit Frau Jaritz habe ich versucht, möglichst unterschiedliche Kurse auszuwählen.

Welche Kosten entstanden bei Ihrem Austauschsemester?
Abgesehen von den Flügen, kam ich pro Monat mit ca. CHF 500–600 gut aus. Mit diesen bezahlte ich die Unterkunft (ca. CHF 11.–/Nacht zuzgl. WLAN, Waschmaschine etc.), Verpflegung, Shopping, Ausgang und Bus-/Zugfahrten während der Wochenendreisen. Ab CHF 1–2 Franken kann man sich in Peking eine Mahlzeit in einem Restaurant leisten und je nachdem sind auch Reisen in andere Städte sehr günstig, da beispielsweise von Studentenorganisationen vieles organisiert wird.

Was haben Sie in der Freizeit unternommen?
Es war sehr einfach, neue Leute kennenzulernen, da fast 1000 Studierende aus aller Welt in einem Gebäude wohnten und jeder etwa in der gleichen Situation war. Unter der Woche waren wir abends oft zusammen unterwegs, um etwas zu essen/trinken. Wir haben viel Zeit in einer Bar verbracht, die sich direkt neben unserem Campus befand und die sich mit der Zeit zu unserem Treffpunkt entwickelte. An den Wochenenden besuchten wir ab und zu andere Städte, obwohl auch Peking selbst schon sehr viel zu bieten hat.

Welche Vorteile erhoffen Sie sich aus Ihrem Austauschsemester?
Ich habe viele neue Leute kennengelernt und bin offener geworden gegenüber anderen Kulturen. Durch das Leben im internationalen Wohnheim und die Veranstaltungen an der Partnerhochschule hat sich mein Englisch verbessert. Ebenso glaube ich, dass mich das Auslandsemester persönlich in vielerlei Hinsicht weitergebracht hat. Durch die Module, die sich häufig mit Vergleichen zwischen China und der westlichen Welt auseinandersetzten, gelang es mir, unser alltägliches Leben aus einer anderen Sichtweise zu betrachten. Im Hinblick auf meinen jetzigen Beruf konnte ich besonders durch die Besuche an chinesischen Primarschulen auch profitieren, da sich die Schulsysteme und Unterrichtsstile komplett voneinander unterscheiden.

Was können Sie Studierenden raten, die mit dem Gedanken spielen, ob sie ein Austauschsemester absolvieren sollen oder nicht?
Unbedingt machen, wenn ein Land/eine Uni zur Verfügung steht, an dem/der man interessiert ist! Es ist eine gute Möglichkeit, sich selbst, eine andere Kultur und aber auch fremde Leute besser kennenzulernen.

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