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20.06.18 Chance Makerspace – Experimentieren und Kreieren in der Schule

Dr. Björn Maurer mit der selbstentwickelten, automatischen Meerschweinchen-Fütterungsanlage

Am 20. Juni 2018 fand der Sommeranlass des Fördervereins der Pädagogischen Hochschule Thurgau zum Thema Makerspace bei schönstem Wetter und bester Laune statt.

Für einen optimistischen Einstieg in den Abend sorgte der Bandworkshop unter der Leitung von Stefan Leiprecht mit Bob Marleys Song «Everything’s Gonna Be Alright». Grund für Optimismus sah der Präsident des Fördervereins, Walter Hugentobler, in der Tatsache, dass das Thurgauer Stimmvolk den Erweiterungsbau der PHTG so deutlich angenommen hatte. Er erinnerte in seiner Begrüssung daran, dass die Sommeranlässe der vergangenen zwei Jahre unter dem Zeichen einer gewissen Anspannung mit Blick auf die Abstimmung vom November 2017 standen. Nun könne er sich ganz entspannt und gespannt auf die Ausführungen von Dr. Björn Maurer zum Thema Makerspace freuen.
Björn Maurer nahm den Schwung der Musik und des Präsidenten auf und setzte zu einem Referat an, das vor Witz sprühte und gleichzeitig hoch reflektiert und fundiert war. Im ersten Teil verordnete er die Ursprünge der Maker-Bewegung in der Konsum kritischen do-it-yourself-Strömung aus den USA. Er zeigte auf, was Menschen dazu bewegt, eigene Ideen mit verschiedenen Materialien und Technologien eigenhändig umzusetzen.
Björn Maurer illustrierte das alles anhand einer selbst entwickelten automatischen Meerschweinchen-Fütterungsanlage. Nach zwei Prototypen, die im «Tierversuch» scheiterten, zeigte der dritte Prototyp erste Erfolge: Ein Geräuschsensor löste auf das Piepsen der Meerschweinchen den Mechanismus in Gang, der den Tieren das Futter zuführte. Neben der technischen Machbarkeit stellen sich auch Fragen.
Im zweiten Teil stellte Maurer den Makerspace in Bezug zu Schule und Unterricht und erörterte das Potenzial des «Makens» im Kontext der Ideen grosser Pädagogen, von Pestalozzi über Kerschensteiner, Montessori, Dewey, Freinet bis hin zu Seymour Papert. Er wies auch auf das Potenzial zum fächerübergreifenden Arbeiten nach dem Neuen Lehrplan Volksschule Thurgau hin, etwa in der Kombination von Medien und Informatik mit den gestalterischen Fächern oder mit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung.
Im dritten Teil gab er Einblick in ein aktuelles Projekt, das in Kooperation zwischen dem Medien- und Didaktikzentrum der PHTG und dem Institut für Design und Engineering der Fachhochschule St. Gallen an der Primarschule Thayngen realisiert wird. In einem partizipativen Setting wird dort mit dem Schulteam ein traditioneller Werkraum in einen Makerspace umgebaut und erweitert. Auf die Resultate der Betriebsphase und die Erkenntnisse der Begleitforschung dürfen wir gespannt sein.

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