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25.11.20 Der Einfluss der Sensomotorik auf die kognitive Entwicklung

In der Online-Ringvorlesung der Reihe «Forschung und Praxis in der Frühen Kindheit» präsentierte PD Dr. Sebastian Suggate aufschlussreiche Ergebnisse aus seiner Forschung zum Zusammenspiel zwischen Sensomotorik und Kognition und gewährte darauf aufbauend einen Einblick in die waldorfpädagogische Praxis. Moderiert wurde die Ringvorlesung von Prof. Dr. Ursula Fischer, Juniorprofessorin für Entwicklung und Förderung in der frühen Kindheit an der Universität Konstanz und Dozentin im Masterstudiengang «Frühe Kindheit» an der Pädagogischen Hochschule Thurgau.

PD Dr. Sebastian Suggate ist akademischer Rat an der Universität Regensburg und erforscht dort, wie Feinmotorik und Sensomotorik die kognitive Entwicklung im Kindesalter beeinflussen. In seinem Vortrag stellte er zunächst die theoretischen Grundlagen seiner Forschung vor und ging dabei vor allem auf die Sensomotorik ein. Anschliessend präsentierte er anhand seiner Studienergebnisse, wie feinmotorische Kompetenzen das frühkindliche Lernen beeinflussen. Im dritten Teil des Vortrags widmete er sich den Zusammenhängen zwischen der Nutzung von Bildschirmmedien und der Sensomotorik und Imagination von Kindern. Insbesondere zeigt sich in seinen Studien, dass eine längere Bildschirmnutzung die Feinmotorik und die Imagination negativ beeinflussen kann. Den Abschluss des Vortrags bildete ein Einblick in die Praxis der Waldorfpädagogik. Zu diesem Thema brachte Sebastian Suggate Beispiele und Bildmaterial aus seinen Buchveröffentlichungen zur Waldorfpädagogik ein. Sein kürzlich dazu publiziertes Buch «Reclaim Early Childhood: The Philosophy, Psychology and Practice of Steiner Early Years Education» ist 2019 erschienen.

In der angeregten Diskussion wurde abschliessend für eine differenzierte Sichtweise auf die Mediennutzung in der frühen Kindheit und deren Auswirkungen plädiert. Denn obwohl Medien aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, brauchen Kinder für eine gesunde Entwicklung auch genügend Gelegenheiten für sensomotorische Erfahrungen abseits des Bildschirms. Wichtig ist daher vor allem ein verantwortungsvoller Umgang mit all jenen Medien, die auch von kleinen Kindern bereits regelmässig genutzt werden.

Text: Prof. Dr. Ursula Fischer

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