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03.06.19 Globales Lernen im Engadin

Hawaii trifft Engadin

Gletscherexkursion

Als integraler Bestandteil des englischsprachigen Moduls «Global and Intercultural Learning in the context of Sustainable Development» der Pädagogischen Hochschule Thurgau fand Ende Mai eine zweitägige Exkursion ins Engadin statt.

Das im Rahmen des Diplomprojekts «Globales Lernen» stattfindende Modul wird neben PHTG Studierenden von allen englischsprachigen internationalen Gaststudierenden der PHTG besucht. An der dazugehörenden Exkursions ins Engadin nahm auch eine hawaiianische Delegation teil, die im Rahmen des Projekts «Teaching and Learning for a Globalized and Sustainable World» für zwei Wochen an der PHTG weilte. Prof. Dr. Christina Colberg und Gerit Jaritz begleiteten die Exkursion.

Das Hauptziel des Projekts und des Moduls ist es, dass die Teilnehmenden lernen, globale Zusammenhänge, gegenseitige Abhängigkeiten und vorhandene Gefälle der Weltgesellschaft zu verstehen, eigene Handlungsspielräume zu identifizieren, Gestaltungskompetenz zu entwickeln und Mitverantwortung zu erkennen. Dies wird im Rahmen einer Studienreise in die eigene Lebenswelt transferiert.

Die zweitägige Exkursion widmete sich neben zahlreichen interkulturellen Erfahrungen drei grundlegenden Arbeitsschwerpunkten:

Themenpfad Gletscherweg Morteratsch
Gletscherrückgang und die damit verbundenen Folgen in den Alpen: Neben dem Erleben des Gletschervorfeldes und der ersten Begegnung einiger Studierenden mit Schnee wurde ein Gletscherschutzprojekt  eingehend diskutiert.

Hochwasserschutz im alpinen Raum
Anhand eines in Samedan umgesetzten Projekts wurden unterschiedliche Auswirkungen von Wasser handlungsorientiert erlebt. Es wurde mit Materialien, die im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelt und für den Schulunterricht aufbereitet wurden, gearbeitet.

Exemplarische Arbeit an neun für Hawaii und die Schweiz relevanten Themen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung.
Deren Produkte werden als Leistungsnachweise des Moduls aufbereitet und allen Studierenden zur Verfügung gestellt.

Vor Ort wurde die rund 30-köpfige Gruppe vom erfahrenen Glaziologen Dr. Felix Keller, der regelmässig auch Lehraufträge an der PHTG wahrnimmt, in Empfang genommen. Durch den begeisternden Referenten konnten sehr eindrückliche Einblicke in die Alpenwelt gewonnen werden. Naturwissenschaftliche Sachverhalte wurden durch kulturhistorisches Wissen und musikalische Bezüge sinnlich vermittelt.
Ein weiterer Höhepunkt war die Erkundung des Oberengadiner Dorfes Zuoz und das gemeinsame Lesen des Schellenursli währen eines Abendessens in einem fast 500 Jahre alten Gebäude.

Text: Prof. Dr. Christina Colberg, Leiterin Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft und Leiterin des Diplomprojekts Globales Lernen