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07.11.19 Innensicht von Migrationsfamilien

Im Forschungskolloquium über Mittag wurde an der Pädagogischen Hochschule Thurgau der aktuelle Stand des Forschungsprojekts «Innensicht von Migrationsfamilien» präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Die unterschiedlichen Herkunftsbedingungen von Kindern und Familien, unter anderem durch Migration, führen im institutionellen Alltag in Kita oder Schule sowohl bei pädagogischen Fachpersonen, Lehrpersonen und Schulleitungen als auch bei Eltern häufig zu Verunsicherungen. Carmen Kosorok Labhart, Prof. Dr. Angelika Schöllhorn und Prof. Dora Luginbühl Oberer haben gemeinsam mit Studierenden 68 qualitative Interviews mit Eltern aus verschiedenen Herkunftskontexten durchgeführt. Dabei wurden Antworten auf folgende Fragen gesucht:

  • Wie können Eltern mit Migrationshintergrund erreicht werden?
  • Wie sehen sie die soziale Integration und die Bildungsentwicklung ihrer Kinder?
  • Und was bedeutet das für die Begleitung und Förderung der Kinder im institutionellen Alltag?

In der Untersuchung zeigte sich, dass es einer Sensibilisierung von Fachpersonen bezüglich der Heterogenität von Familien und ihren Bedarfen benötigt. Angebote von Fachpersonen, die niedrigschwellig, individuell, beziehungsfördernd und auf den Bedarf der Familien abgestimmt sind, erlangen großen Zuspruch bei den Familien.

Weitere Informationen sind im Forschungsbericht zu finden. Eine Broschüre für pädagogische Fachpersonen wird demnächst fertig gestellt.